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Der blaue Hase
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Der blaue Hase Fridolin
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Der blaue Hase Fridolin
Wie alles begann ...
Fridolin sollte mit den anderen kleinen Hasen im Bau bleiben, aber das ging nicht. Ein Sonnenstrahl kitzelte ihn an der Nase und lockte ihn hinaus. Der Frühling war so wunderbar bunt und voller betörender Düfte. "Wenn ich nur wüßte, was da so gut riecht!", dachte Fridolin. Es waren wunderschöne blaue Blumen. "Sehen die lecker aus! Ist das Hasenfutter? Wie schmeckt wohl die Farbe Blau?", fragte sich Fridolin. Aber er war viel zu neugierig, um auf die Haseneltern zu warten.
Als Frau Bammel ihren Sohn entdeckte, war es zu spät. Er hatte fast alle blauen Blumen aufgefuttert. Und diese Blumen waren kein Hasenfutter, sondern Färberdisteln! Zum Glück nicht giftig. Allerdings hatten sie Fridolin von oben bis unten blau eingefärbt.
"Ojehmineh, wie siehst du denn aus?!" Die Hasenmutter schlug die Pfoten über dem Kopf zusammen. Fridolin fand seinen blauen Pelz sehr schick. Aber die Mutter meinte, blau sei keine Farbe für einen anständigen Hasen. Dann half die ganze Familie Fridolin sauber zu lecken. Das kitzelte fürchterlich. Doch die blaue Farbe ging nicht ab.
Am nächsten Tag brachte Frau Bammel ihren Sohn zu einer flachen Stelle am Teich. Sie nahm Putzwolle und Seifenkraut mit. Da schwamm eine Wildgans mit ihren Jungen vorbei. "Mama, wer ist das? Wie heißen sie? Wo kommen sie her?", wollte Fridolin wissen. "Du Wunderfitz, das ist doch überhaupt nicht wichtig. Du fragst mir noch Knoten in die Ohren! Halt still, damit ich dich waschen kann!" antwortete die Mutter. Doch Fridolin war so neugierig, dass er einfach ins Wasser sprang. Er wollte selbst nachfragen.
Aber Hasen können nicht schwimmen! Er zappelte, prustete und ging unter. Zum Glück kamen ihm die Gänse zu Hilfe und zogen ihn ans Ufer. Frau Bammel bedankte sich sehr bei Gänsefamilie Quäkschnabel. Dann seufzte sie tief: "Ach Fridolin, du verrückter Kerl, was soll ich bloß mit dir machen? Kannst du dich nicht benehmen wie alle Hasen?"

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