Bäckerei Heitzmann - Wir backen mit Herz

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Wie aus einem Klumpen Teig eine Brezel wird
von Susanne Müller

Artikel in der Badischen Zeitung vom 8. August 2006
Viertklässler der
Tunibergschule
statten der
Bäckerei Heitzmann
in Bad Krozingen-Bingen einen Besuch ab ...
Ein Ei, 100 Gramm Mehl - von wegen, das sind "peanuts" für die Großbäckerei Heitzmann in Biengen. Sechs bis sieben Tonnen Mehl verarbeitet Bäckermeister Erwin Heitzmann täglich. Darüber staunen die Viertklässler von der Tunibergschule in Opfingen nicht schlecht bei ihrem Besuch in Biengen. Sie waren von "B. Zetti", dem neugierigen BZ-Maskottchen von der Aktion "Zeitung in der Schule", zu dieser Aktion eingeladen worden. B. Zetti ist für seine Entdeckerfreude bekannt und hat immer eine spannende Geschichte auf Lager.
Als ihm bei seiner Ankunft gemeinsam mit den Schülern der betörende Duft aus der Backstube entgegenwehte, stand fest: Das wird ein besonderes Erlebnis. Klar, dass mit der Betriebsbesichtung nicht nur jede Menge Wissenswertes verbunden war. Zum pädagogisch wertvollen Praxiserlebnis gab es als Lohn fürs aufmerksame Zuhören im Anschluss ein zweites Frühstück mit leckeren ofenfrischen Brezeln und süßen Teilchen. Zu sehen war das original Heitzmann-Backvideo. Dabei konnten die 25 Schüler den spannenden Produktionsprozess noch einmal in aller Ruhe nachvollziehen. Für Klassenlehrer Richard Grüner eine willkommene Abwechslung im Lehrplan.
Dass hier fleißig gearbeitet wird, das merkten die Schüler schon gleich beim Eintreten im Erdgeschoss, dem Produktionsort für Brot, Brötchen und Laugengebäck. Dicke Aluminiumarme kneten hier den Teig in riesigen Rührkesseln. Das Kneten läuft vollautomatisch. Dann wird die Masse von einem Mitarbeiter auf einen großen Alutisch gekippt und kommt zur Weiterverarbeitung in die Maschinen, welche die cremig-helle Masse portioniert, je nachdem, welches Backwerk in den Ofen geschoben werden soll.
Dass hier fleißig gearbeitet wird, das merkten die Schüler schon gleich beim Eintreten im Erdgeschoss, dem Produktionsort für Brot, Brötchen und Laugengebäck. Dicke Aluminiumarme kneten hier den Teig in riesigen Rührkesseln. Das Kneten läuft vollautomatisch. Dann wird die Masse von einem Mitarbeiter auf einen großen Alutisch gekippt und kommt zur Weiterverarbeitung in die Maschinen, welche die cremig-helle Masse portioniert, je nachdem, welches Backwerk in den Ofen geschoben werden soll. Das Formen von Brezeln durften die Schüler unter Anleitung von Bäckermeister Erwin Heitzmann dann selbst ausprobieren. Sie erfuhren dabei, dass jedes Teilchen etwa zwölf bis fünfzehn Minuten gebacken werden muss, bis es richtig schön knusprig ist. Der rohe Teig fühle sich glibberig an, befanden die kleinen Amateure nach getaner Arbeit.
Insgesamt 58 Filialbetriebe werden mit den Produkten aus der Zentrale in Bingen beliefert. Auch belegte Brötchen werden vor Ort zubereitet. Wurst, Käse, Tomaten, Salatblätter oder pikant gewürzte Gemüsemischungen werden sorgsam auf jedes Teilchen aufgeschichtet. Eine Etage höher duftet es nach Obst und nach Süßem. Hier entstehen Gaumenfreuden wie Kuchen, süße Teilchen und Torten. Derzeit haben die Pflaumen Hochsaison. Zwischen 60 und 80 Kilo werden täglich bei Heitzmann zu Zwetschgenkuchen und -schnitten verarbeitet. "Aber bitte mit Sahne!", meinte der Konditormeister, und ließ seine Gäste von der frisch aufgeschlagenen Masse naschen.
Dann ging es weiter an langen Laufbändern vorbei. Hier wird der Teig zu Bahnen geformt, danach in mehreren Lagen übereinander geschichtet und erneut ausgewalzt. Was der Besucher nur an den dicken blauen Röhren im Deckengewölbe erkennen kann: Die Luft wird hier pausenlos gefiltert, denn die Fenster dürfen in der gesamten Bäckerei nicht geöffnet werden. Vor ihrer Abfahrt trugen sich die 25 Schüler ins Gästebuch von Bäckermeister Heitzmann ein.

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